LG Karlsruhe – Haftung bei mangelhafter Tätowierung

2018-05-03T11:19:10+00:00 3. Mai 2018|

Am heutigen Morgen fanden sich die Parteien vor dem Landgericht in Karlsruhe anlässlich der Frage ein, ob ein bei der Beklagten angestellter Tätowierer eine mangelhafte Leistung erbracht hat und der Klägerin den hieraus entstandenen Schaden zu ersetzen hat.

Die Klägerin gab ein Tattoo nach einer eigenen Vorlage bei der Beklagten in Auftrag. Nachdem stechen stellte sich jedoch heraus, dass dieses verzerrt und unregelmäßig gestochen auf den Oberarm der Klägerin aufgebracht worden war.

Die Klägerin wandte sich in der Folgezeit an die Beklagte, deren Haftpflichtversicherung hieraufhin ein Schmerzensgeld leistete. Eine weitergehende Zahlung insbesondere für die Laserbehandlungskosten zur Entfernung lehnten, sowohl die Beklagte als auch deren Haftpflichtversicherung ab. Die Klägerin lies daraufhin auf eigene Kosten diverse Laserbehandlungen durchführen, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt waren.

Hieraufhin wurde die Klage am Landgericht in Karlsruhe initiiert und die der Klägerin entstandenen und noch zur Entstehung gelangenden Kosten klagweise geltend gemacht.

Im Rahmen der Vorbesprechung der Hauptverhandlung wurde auch eine vergleichsweise Erledigung erörtert, da die Klägerin die Angelegenheit gerne unkompliziert zum Abschluss bringen und eine, durch eine Begutachtung erforderlich werdende Verzögerung des Verfahrens vermeiden wollte. Die Einigungsbereitschaft wurde letztendlich durch beide Parteien, teils widerwillig durch die Prozessbevollmächtigten gegenüber dem Gericht angezeigt. Hieraufhin konnte die Höhe des vorbesprochenen Schadenersatzes schlussendlich im Wege des Vergleichs durchgesetzt werden, so dass die Klägerin nunmehr umgehend ein Cover-Up in Auftrag geben kann. Wir wünschen der Klägerin hierfür viel Erfolg. Insgesamt ist die Mandantin mit dem gefundenen Ergebnis höchst zufrieden, was wiederum unser Lohn für die geleistete Arbeit darstellt.