Verkehrsrecht – Verhandlung am LG Frankfurt am Main

2018-06-06T15:14:54+00:006. Juni 2018|

Am heutigen Morgen trafen sich die Parteien vor dem Landgericht in Frankfurt am Main anlässlich eines Verkehrsunfalles auf der Hanauer Landstraße im abendlichen Berufsverkehr.

Die näheren Umstände des ziemlich vor genau einem Jahr stattgefundenen Verkehrsunfalles waren zwischen den Parteien höchst streitig. Unstreitig war jedoch, dass der Ehemann der von uns vertretenen Klägerin kurz vor der Kollision den Spurwechsel von der rechten auf die linke Fahrspur vollzogen hat. Dieser war bedauerlicherweise noch nicht abgeschlossen als sich der Verkehrsunfall ereignete.

Gemäß § 7 Abs. 5 StVO sprach der sogenannte Anscheinsbeweis nach informatorische Anhörung der Klägerin zunächst gegen diese. Die Klägerin konnte den Anscheinsbeweis auch letztendlich durch die eigene informatorische Anhörung nicht entkräften, sodass die Klage höchstwahrscheinlich hätte abgewiesen werden müssen.

Nach Auffassung des Gerichts und auch des gegnerischen Prozessbevollmächtigten handelte es sich bei dem Verkehrsunfall um ein unabwendbares Ereignis, da sich das Fahrzeug der Klägerin aller Wahrscheinlichkeit nach im toten Winkel des kollidierenden Fahrzeuges befunden haben muss.

In Abstimmung mit der Klägerin wurde sodann ein Vergleich über die Zahlung eines Schadenersatzes in Höhe von 10 % des der Klägerin tatsächlich entstandenen Sachschadens geschlossen.