Verkehrsunfall aus Osthofen beschäftigt AG Worms

2018-08-01T08:57:35+00:00 31. Juli 2018|

Am heutigen Nachmittag stritten die Parteien am Amtsgericht Worms bei tropischen Temperaturen über die Frage, welches der Anfang Dezember 2017 an einem Verkehrsunfall in Osthofen beteiligten Fahrzeuge zuerst auf die Bechtheimer Hohl, welche in die Ludwig-Schwamb-Straße übergeht, eingefahren war. Eines der Unfallfahrzeuge befuhr zuvor den Ziegelhüttenweg, das Zweite die Walter-Rathenau-Straße. Beide Fahrzeuge bogen nach links ab und es kam zur Kollision der Fahrzeuge. Außergerichtlich scheiterte die Abwicklung des Schadenfalles, da sich beide Versicherungsunternehmen auf eine Vorfahrtsverletzung der jeweils anderen Partei berief.

Für das Gericht stellt sich nun die Frage, ob aufklärbar ist, welche Partei vorfahrtsberechtigt gewesen ist.

Beide Parteien vertraten auch im Rahmen der Beweisaufnahme die Auffassung, dass sie jeweils vorfahrtsberechtigt gewesen wäre.Zu Sitzungsbeginn wurde durch den Prozessvertreter des Klägers ein bereits außergerichtlich unterbreitetes Vergleichsangebot wiederholt, welches wiederum erneut auf Ablehnung der Beklagten stieß. Anschließend erfolgte die Anhörung des Beklagten, der eines der Fahrzeuge führte. Im Anschluss hieran wurde der Zeuge und Führer des zweiten Fahrzeuges vernommen.

Dieser formulierte es nach diesseitiger Auffassung treffend: „Wir sind beide zeitgleich auf die Hauptstraße eingefahren, der Beklagte war hierbei wohl etwas schneller als ich, deshalb sind wir nicht exakt in der Mitte zwischen Ziegelhüttenweg und Walter-Rathenaustraße kollidiert.“ Im Anschluss an die Einvernahme des Zeugen verständigten sich die Parteien und das Gericht im Hinblick auf die tropischen Temperaturen darauf, dass das Gericht den Parteien angesichts des Inhaltes der Beweisaufnahme noch ein schriftliches Vergleichsvorschlag unterbreiten wird. Eine Entscheidung dürfte möglicherweise bereits in Kürze ergehen.