Gewaltschutzverfahren am AG Grünstadt

2018-10-12T10:38:00+00:0012. Oktober 2018|

Für den gestrigen Nachmittag hatte der Vorsitzende, da sich der Antragsgegner bis dato zu den Anträgen nicht geäußert hätte, eine mündliche Verhandlung bestimmt, auch wenn man sich an dieser Stelle bereits fragen könnte, ob der der Antrag auf eine mündliche Verhandlung von dem Antragsgegner zu stellen gewesen wäre. Nachdem der Antragsgegner seine Sichtweise der Geschehnisse kund getan hatte, äußerte der Vorsitzende, dass er die beantragte Verfügung nicht erlassen werde.

Der Vorsitzende wurde nun darauf hingewiesen, dass der Antragsgegner nunmehr ein Angriff eingeräumt, welchen der Antragsteller mit der gebotenen Handlung, abgewehrt habe, um Schaden von sich und seiner 4 Monate alten Tochter, die sichzu jenem Zeitpunkt in einer Trage vor seinem Brustkorb befand, abzuwenden.

Da die Parteien häufig aufeinandertreffen, war aus diesseitiger Sicht, die erforderliche Wiederholungsgefahr gegeben, weshalb angeregt wurde, eine für beide Parteien verbindliche Regelung zur Vorbeugung weiterer Auseinandersetzungen zu finden. Letztendlich wurde dies von den Parteien und auch dem Vorsitzenden befürwortet. Man verglich sich dahingehend, sich zukünftig unter anderem aus dem Weg zu gehen und bei einem zufälligen Aufeinandertreffen, wechselseitig einen Sicherabstand herzustellen. Mit dem gefundenen Ergebnis und der damit verbundenen Aussprache, konnten beide Parteien zufrieden sein.