Am heutigen Morgen musste sich ein heranwachsender Angeklagte im 3. Hauptverhandlungstermin gegen den Vorwurf des Diebstahls in einem besonders schweren Fall verteidigen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am Alsheimer Bahnhof einen Roller entwedet zu haben, dessen Schlüssel er gefunden haben soll. Nach der am heutigen Morgen abgegebenen Einlassung, dass der Angeklagte den Roller lediglich von einem ihm nicht näher bekannten Dritten erhalten habe, um eine Besorgungsfahrt in Oppenheim zu machen, verurteilte ihn das Amtsgericht zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit.

Im Plädoyer merkte die Staatsanwaltschaft an, dass sie den Diebstahl angesichts der Indizienkette als erwiesen ansehe. Dieser Schlussfolgerung schloss sich das Gericht an. Die Verteidigung sah den Diebstahl mitnichten als erwiesen an, da der Diebstahl nicht positiv festgestellt werden konnte, lediglich eine Fahrt mit dem Roller als erwiesen anzusehen ist, weshalb bereits mit der Urteilsverkündung die Einlegung der Berufung angekündigt wurde. Das Urteil wird somit zunächst nicht rechtskräftig.