Auch die Reduzierung der Geldbuße in einem Bußgeldverfahren kann eine mögliche Verteidigungsstrategie sein.

In dem hiesigen Verfahren drohte dem Betroffenen angesichts einer Geschwindigkeitsüberschreitung neben einer Geldbuße auch der Eintrag eines weiteren Punktes im Verkehrszentralregister. Jenes wies jedoch zum Zeitpunkt unserer Beauftragung bereits eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Voreintragungen auf, weshalb der Betroffene fürchtete, seine Fahrerlaubnis werde ihm entzogen werden.

Trotz der Tatsache, das die Geschwindigkeitsmessung keine offensichtlichen Fehler aufwies, wurde der Einspruch gegen den Bußgeldbescheid nicht zurückgenommen. Vielmehr wurde bei dem zuständigen Amtsgericht Köln angeregt, dass die Geldbuße auf 55,00 € reduziert wird, so dass keine Eintragung im Verkehrszentralregister erfolgt. Dieser Anregung folgte das Gericht nunmehr.