Am heutigen Mittag musste sich die Angeklagte wegen des Vorwurfes des gemeinschaftlichen Betruges vor dem Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein verantworten. Nach der Feststellung der Anwesenheit, teilte das Gericht mit, dass die geladenen Zeugen sich entschuldigt hätten. Dennoch entschied sich die Angeklagte, auf Anraten der Verteidigung, sich zum angeklagten Sachverhalt einzulassen.

Die Staatsanwalt Frankenthal warf der Angeklagten und ihrem ehemaligen Lebensgefährten vor, für mehrere Tage in einem Hotel in Ludwigshafen gastiert zu haben, jedoch weder zahlungsfähig, noch zahlungswillig gewesen zu sein. Des Weiteren war der Anklageschrift zu entnehmen, dass bislang keine Schadenwiedergutmachung stattgefunden haben soll.

Nach der Einlassung der Angeklagten sei es zwar absolut zutreffend, dass man gemeinsam in dem Hotelzimmer genächtigt habe. Unzutreffend sei jedoch, dass sie weder zahlungsfähig noch zahlungswillig gewesen sei. Weiterhin gab die Angeklagte an, dass sie zu keinem Zeitpunkt gewusst habe, dass ihr damaliger Lebensgefährte nicht fähig gewesen sei die Hotelrechnung zu begleichen, nachdem er sie dorthin eingeladen habe.
Die Angaben der Angeklagten wurden mittels einer eidesstattlichen Versicherung ihres ehemaligen Lebensgefährten untermauert. Angesichts der Einlassung und der dem Gericht übergebenen Dokumente, wurde das Verfahren nach einer kurzen Unterbrechung der Hauptverhandlung, mit der Zustimmung der Verteidigung eingestellt.
Das Verfahren gegen den Mitangeklagten und ehemaligen Lebensgefährten der Angeklagten war bereits zuvor im Hinblick auf § 154 StPO eingestellt worden.
Somit konnte die Angeklagte den Gerichtssaal mit weiterhin weißer Weste verlassen.