Am heutigen Nachmittag musste sich der uns vertretene heranwachsende Angeklagte gegen den Vorwurf des illegalen Waffenbesitzes, des Betruges und in zwei Fällen wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verteidigen. Nach der Erklärung der Verteidigung und der Vernehmung eines Zeugen, wurden die Tatvorwürfe hinsichtlich des Waffenbesitzes und eines Falles des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingestellt. Hinsichtlich der weiteren Tatvorwürfe ließ man sich, wie bereits zuvor angekündigt, geständig ein.

Der Fokus der Verteidigung wurde bereits vor der Hauptverhandlung auf den positiven Lebenswandel des Angeklagten gerichtet. Dieser hatte zunächst eine 8 monatige stationäre Drogentherapie mit anschließender Adaption absolviert. Weiterhin hatte der Angeklagte seinen bisherigen Wohnort verlegt und sich aus seinem langjährigen Umfeld entfernt.

Diese Bemühungen würdigte das erkennende Amtsgericht, aber auch die Staatsanwaltschaft vollumfänglich zu Gunsten des Angeklagten, so dass er trotz einschlägiger Verurteilungen zu einer Verwarnung und zusätzlich einer angemessenen Geldauflage verurteilt wurde. Die Urteilsbegründung beendete die Vorsitzende mit den Worten – Bleiben Sie auf diesem Weg. Auch wir können uns diesen Worten nur anschließen. In Anbetracht des Urteils konnten sowohl die Staatsanwaltschaft, als auch die Verteidigung Rechtsmittelverzicht erklären, so dass das Urteil unmittelbar rechtskräftig wurde.