Um 9 Uhr begann für den Kläger am heutigen Morgen ein höchst streitig geführtes Klageverfahren. Auslöser des Verfahrens war die Regulierungsentscheidung der gegnerischen Haftpflichtversicherung, welche zunächst gar nicht zu regulieren gedachte und später entsprechend einer Mithaftungsquote von 50% und den üblichen Kürzungen der Schadenpositionen abrechnete.

Den Verhandlungsablauf gab der Vorsitzende recht früh bekannt: Parteivernehmung, Zeugenvernehmung, mündliche Erstattung des eingeholten Sachverständigengutachtens zum Unfallhergang. Die Anspannung beim Kläger war deutlich spürbar, da der beklagte Fahrzeugführer zwei Insassen als Zeuge benannt hatte und der Kläger alleine mit einem Gespann, auf einer engen Kreisstraße fuhr.

Die Zeugenaussagen konnten anhand des mündlich erstatteten Unfallrekonstruktionsgutachtens, letztendlich zur Freude des Klägers, widerlegt werden. Durch das Sachverständigengutachten konnten wir den Nachweis führen, dass der Beklagte entgegen seiner Bekundung und der der Zeugen, die Fahrspur verlassen und den Unfall verursacht hatte. Auch wenn der Sachverständige angesichts der an der Unfallstelle gezeichneten Spuren lediglich eine Überschreitung der gedachten Mittellinie von 10 cm feststellte, entschied diese Annahme den Rechtsstreit zu Gunsten des Klägers.

Nach dreistündiger Verhandlung stellten die Parteien die Anträge und verließen das Justizzentrum Kaiserslautern. Eine Entscheidung wird im Januar 2020 ergehen.